Diesel – Aktuelle Herausforderungen mit der Nachrüstung*

ES GEHT UM GELD, MACHT, ENTEIGNUNG UND RECHTSPRECHUNG.

Was sich wie das Drehbuch einer hochdramatischen Erfolgsserie liest, beschreibt tatsächlich nur die aktuelle Diskussion rund um Feinstaub, Stickoxide, Grenzwerte und Fahrverbote, bei der sich zwei völlig gegensätzliche Lager unversöhnlich gegenüberstehen.

Nach wie vor geht es um die Fragen, wie viel Stickoxid tatsächlich schädlich ist und in welcher Relation die EU-weiten Grenzwerte zur Realität stehen. Die Fahrverbote, die schon in mehr als 20 Kommunen angeordnet wurden, sowie weitere, bereits laufende Verfahren sind beispielsweise für Jürgen Resch, den Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, nur konsequent. Er treibt diese Maßnahmen durch Klageverfahren aktiv voran.

 

DIE GRENZWERTE UND IHRE UMSTRITTENE HERKUNFT

Die aktuellen Grenzwerte für Feinstaub liegen bei 50 Mikrogramm pro m³ Luft, diejenigen für Stickstoffdioxid liegen bei 40 Mikrogramm pro m³ Luft. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Grenzwerte der WHO (Weltgesundheitsorganisation), die den EU-weiten Grenzwerten als Vorlage dienten, lediglich auf Schätzungen beruhen. Diesen liegt eine Untersuchung zu Grunde, bei der die Lebenserwartung der Land- und Stadtbevölkerung miteinander verglichen wurde. Die kürzere Lebenserwartung der letzteren Gruppe wurde in diesem Zusammenhang auf erhöhte Konzentrationen von Stickoxiden und Feinstaub zurückgeführt – ein zugegebener-maßen sehr umstrittener Rückschluss, der laut unterschiedlichen Quellen zu ebenso strittigen Zahlen wie geschätzten 6.000 bis 12.000 Todesopfern p.a. führt.
Eine der lautesten Stimmen aus dem Lager der Grenzwert-Kritiker stammt von Professor Dr. Dieter Köhler, der gerade in der jüngsten Vergangenheit durch seine medienwirksamen Auftritte stark polarisierte. Doch unabhängig von der Sinnhaftigkeit der Grenzwerte stellen diese zum jetzigen Zeitpunkt geltendes EU-Recht dar, daher
rückt die Frage, wie selbige eingehalten werden können, zwangsläufig in den Mittelpunkt.

 

EIN MÖGLICHER LÖSUNGSANSATZ, DOCH WER ZAHLT DIE RECHNUNG?

Das wiederum führt uns zu den sogenannten Hardware-Nachrüstungen, die ihren Beitrag dazu leisten sollen. Für die meisten Euro-4 und Euro-5 Fahrzeuge wäre dies mit den ab Werk verbauten Maßnahmen nämlich nicht möglich. Ihr Stickoxid-Ausstoß liegt häufig ein Vielfaches über den Werten, die als zulässig gelten. Die Nachrüstung mittels SCR-KAT und einer Harnstofflösung (AdBlue) könnte also nicht nur betroffenen Städten und Kommunen helfen, sondern auch ganz konkret Fahrzeugnutzern einen Weg aus den verhängten Fahrverboten aufzeigen. Eine für den Verbraucher ganz wesentliche Frage, nämlich wer die Kosten der Nachrüstung – die im Durchschnitt 3.000 Euro betragen – zahlen soll, verbleibt allerdings weiter ungeklärt.

Die Auswirkungen der aktuellen Diesel-Diskussion auf den PKW-Markt sind deutlich spürbar: In der Jahresbilanz 2018 des KBA (Kraftfahrtbundesamtes) wiesen die dieselbetriebenen PKW einen Anteil von 32,3% aus – im direkten Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 6,5 Prozentpunkten. Angesichts der Verunsicherung, die viele Verbraucher verspüren, kaum verwunderlich.

 

HARDWARE GUT, ALLES GUT?

Selbst eine Nachrüstlösung, die durchaus eine adäquate Lösung darstellen kann, benötigt jedoch weiterhin Pflege und Wartung. Genau an dieser Stelle kommen die Reinigungsprofis von DPF-Clean ins Spiel. Ob es um die Beseitigung der Ascherückstände im SCR-KAT oder um die Entfernung von verhärteten AdBlue-Verkrustungen geht ¬– die Experten aus Langenhagen verleihen auch Nachrüstfiltern durch eine sorgfältige und gründliche Reinigung wieder einen Neuwertcharakter.

Unabhängig davon wie die aktuelle Diskussion nun ausgeht: Die DPF-Clean-Profis sehen der Zukunft gelassen entgegen, denn egal ob es um einen ab Werk verbauten Filter der neuesten Generation oder um eine Hardware-Nachrüstung geht, für jeden Filter gilt das Motto: „Hier kommt ihr nur sauber wieder raus.“

 

*Quellen: KBA, https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/Fahrzeugzulassungen/pm01_2019_n_12_18_pm_komplett.html?nn=2141748
ADAC, https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/abgas-diesel-fahrverbote/dieselkauf-abgasnorm/hardware-nachruestungen/
Das Erste, https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/exclusiv-im-ersten-das-diesel-desaster-100.html